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Ansonsten merkte man Raico an, dass er in seinem bisherigen Leben, scheinbar noch nicht viele Grenzen gesetzt bekommen hatte.
Als erstes versuchte er auf mein Sofa zu klettern. Durch Türen wollte er sich grundsätzlich als erstes drängen und wenn ich ihm im Weg stand, versuchte er mich einfach auf die Seite zu schieben. Die ersten beiden Wochen, bellte er bei fast jedem Geräusch, da er meinte sich darum kümmern zu müssen.
Eine völlig neue Erfahrung für mich, allerdings auch für Raico. Schnell musste er feststellen, dass er da bei mir an der verkehrten Adresse war. Auch war er sehr überrascht, dass bei mir sein Schmollgesicht, incl. Backen aufblasen nicht funktionierte.
Leider konnte ich ihm aufgrund des ausgeprägten Jagdtriebes und des großen Wildbesatzes in unserer Gegend keinen Freilauf bieten. Aber mit 10 m Leine und ausgiebigen Toben mit Sina im Garten, konnten wir beide gut leben. Da er sehr gern mit anderen Hunden Kontakt hat, organisierte ich ein kleines Treffen mit einigen anderen Podis( und -mixe ) hier im Lichtenauer Burggraben. Endlich konnte er sich mit den anderen nach Herzenslust mal ohne Leine austoben. Er strahlte ein ganzes Wochenende lang über alle vier Backen.
Dank der vielen Leute, die sich intensiv mit bemühten, konnten wir Raico im Januar 2005 erfolgreich zu einer sehr netten Familie ( mit einer 2 jährigen Podimixhündin ) in die Nähe von Köln vermitteln. Auch wenn er dort manchmal noch die Brötchentüte klaut und Lina ihn anfangs gar nicht mochte, wird er sehr geliebt und hat nun endlich als Traumhund sein Traumzuhause gefunden.
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